Die Werkstatt für behinderte Menschen am Standort Eichbuschallee befindet sich in einer ehemaligen Kindertagesstätte, die in den 1970er Jahren als Typenbau (Stahlbeton-Mischbauweise) errichtet wurde. Das Gebäude befindet sich in einem Wohngebiet im Ortsteil Plänterwald des Bezirkes Treptow-Köpenick und wird von den Straßen Eichbauschallee und Platanenweg erschlossen.
Vor ca. 6-8 Jahren wurden Teilsanierungen und Umbauten hinsichtlich Grundrissanpassungen vorgenommen. Insgesamt ist das Gebäude stark sanierungsbedürftig.
Das USE gGmbH beabsichtigt neben der erforderlichen Sanierung auch eine Erweiterung der Werkstatt. Die Zahl der Werkstattplätze soll von derzeit 120 auf 150 anwachsen.
Das Bestandgebäude gliedert sich in einen 2- und einen 1-geschossigen Gebäudeteil, welche miteinander über 2 Verbindungsgänge gekoppelt sind. Beide Gebäudeteile sind vollständig unterkellert.
Für das Projekt wurde bereits ein Planungskonzept für die Objektplanung (LPH 1/2 der HOAI 2013) erbracht. Dafür wurde am 31.3.2016 der Bauvorbescheid Nr. 2015/2270, mit der planungsrechtlichen Zustimmung erteilt.
In diesem Konzept ist es angedacht, beide Gebäuderiegel um ein Geschoss aufzustocken. Das 2-geschossige Gebäude erhält dabei eine südseitig zurückgestaffelte Aufstockung mit Terrassenbereichen zum Innenhof. Das Obergeschoss des rückseitigen Gebäudes wird über weitere Verbindungsgänge erschlossen. Der Innenhof soll überdacht werden und zum Mensabereich umgestaltet werden.
Die gesamten Um-, Aus- und Anbaumaßnahmen sind möglichst während des laufenden Betriebes auszuführen. Ggf. können Maßnahmen nur abschnittsweise erfolgen. Temporäre Auslagerungen sind ggf. möglich (auch auf dem Grundstück).
Folgende Erfordernisse sind umzusetzen:
— die bereichsweise Gestaltung wirtschaftlicherer Abläufe im bestehenden Grundriss (flächenmäßige Optimierung von Funktionszusammenhängen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen);
— Erhöhung der räumlichen Qualität (Attraktivitätssteigerung, Anpassung der Raumzuschnitte);
— Vergrößerung und Zubau von Bereichen, wie z. B. Sozialräumen, entsprechend der Mitarbeiterentwicklung (durch Umbau bzw. Erweiterung durch Aufstockung);
— Erhöhung der Flexibilität der Nutzung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten;
— Sanierung von Dächern, Fassaden und Fenstern hinsichtlich aller bauphysikalischen Mindeststandards;
— Einbau einer Aufzuganlage zur behindertengerechten Erschließung der Obergeschosse;
— komplette Sanierung der Sanitärbereiche, Wand- und Bodenbeläge;
— TGA: komplette Erneuerung sämtlicher Installationen;
— Berücksichtigung des Raumprogramms für Werkstätten für Behinderte.
Die Zielplanung beinhaltet die Erweiterung und den Umbau u. a. folgender Bereiche:
— Küche für Selbst- und Fremdversorgung (15 Beschäftigte);
— Hauswirtschaft (15 Beschäftigte);
— Verwaltung (10 Beschäftigte);
— Montage, Konfektionierung (60 Beschäftigte);
— Garten- und Landschaftsbau (50 Beschäftigte).
Angaben bzgl. Fläche:
— Bestand: ca. 1 600 m² BGF;
— Neubau: ca. 1 750 m² BGF;
— Terrassenflächen: ca. 170 m².
Es ist vorgesehen, darauf aufbauend diese Planung abzugleichen, zu überarbeiten und die vollständigen Leistungen der Lph. 2-8 als Generalplanerleistungen zu erbringen.
Folgende Planungsleistungen sollen mit den Generalplanerleistungen erbracht werden: Objektplanung, Technische Gebäudeausrüstung, Tragwerksplanung, Freianlagenplanung.
Es handelt sich um einen Umbau, eine Erweiterung und Sanierung mit einem Leistungsvolumen für die KG 200-700 in Höhe von max. 4 200 000 EUR brutto (Kostenobergrenze).
Der Auftraggeber behält sich die stufenweise Beauftragung der weiteren Leistungsphasen gem. HOAI 2013 §§ 55 vor. Ein Anspruch auf Gesamtbeauftragung besteht nicht.
Mit den beschriebenen Leistungen soll sofort nach Auftragserteilung begonnen werden.
Die Ergebnisse der bisher erbrachten Planungsleistungen werden den qualifizierten Bietern nach Auswertung des Teilnahmewettbewerbs zwecks Konzeptionserstellung bzw. in Vorbereitung auf das Verhandlungsverfahren zur Verfügung gestellt.